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Für den Fall einer Koalition mit der Union nach der anstehenden Bundestagswahl will die FDP den gerade erst eingeführten Gesundheitsfonds wieder abschaffen.
FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr will dies zu einem zentralen Thema in den Koalitionsverhandlungen machen, wie er am 09. Februar in einem Handelsblatt-Interview ankündigte. Der Einheitsbeitrag von 15,5 % soll abgeschafft werden, jede Kasse soll ihren Beitragssatz wieder individuell kalkulieren dürfen.
Doch die Ideen der FDP gehen noch viel weiter: Den Arbeitgeberanteil des Beitrages sollen die Firmen zukünftig als Lohn an die Arbeitnehmer auszahlen. Jeder Arbeitnehmer soll sich völlig frei für einen gesetzlichen oder privaten Krankenversicherer entscheiden dürfen. Angestellte mit einem Einkommen unter 4.050,- € dürfen sich bisher nicht privat krankenversichern.
„Was wir wollen, ist ein neues Wettbewerbssystem, in dem private und gesetzliche Kassen mit gleich langen Spießen im Wettbewerb stehen“, sagte Bahr. Dazu gehört auch, dass alle Versicherten eine Rechnung für erbrachte Behandlungsleistungen erhalten und so die Kosten kontrollieren können. Die Rechnung wird dann vom Krankenversicherer erstattet.
Unsere Meinung: Endlich traut sich eine Partei frischen Wind in die Gesundheitsdebatte zu bringen. Seit Jahren wird von allen Experten mehr Wettbewerb für das Gesundheitswesen gefordert, um die Kosten zu senken und die Effektivität zu erhöhen. Gemacht wurde stets das Gegenteil. Was Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt in den vergangenen 11 Jahren vorgestellt hat, darf getrost das Etikett „Gesundheitssozialismus“ tragen.
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